Buchrezension "Rollentrainer"
Bücher über Indoor Training und speziell Indoor-Trainer für Fahrräder sind bislang noch sehr übersichtlich gesät. Die Bandbreite der Elaborate gehen dabei von Werken mit der Zielgruppe der absoluten Anfänger bis hin zu Unterstützung beim professionellen Aufbau von strukturierten Trainingsplänen.
Der Einstieg ins Training
Rollentrainer gehören inzwischen zur Standardausrüstung sowohl von Freizeit-Sportlern wie auch ambitionierten Rennradfahrern und Triathleten. Sie dienen dabei auch nicht mehr rein als Ersatz für das Outdoor-Fahren im Winter. Speziell Profis, aber auch professionelle Hobbyathleten wissen die Vorzüge und den Trainingseffekt von Rollentrainern zwischenzeitlich ganzjährig zu schätzen.
Aber mit dem Training kommen dann meist auch die Fragen: Schadet das Rollentraining dem teuren Rennrad? Und wie baut man am besten das Training mit der Rolle auf, um optimale Erfolge zu erzielen? Wie oft soll wie lange und wie intensiv trainiert werden ?
All diese Fragen zu beantworten hat sich das hier vorliegende Buch vorgenommen.
Parforce-Ritt in 80 Seiten
Mit Frank Wechsel hat der Gründer des Triathlon-Magazins dabei ein Buch auf die Beine gestellt, dass versucht, von den Hintergründen für die Entscheidung über die Auswahl des richtigen Trainers und der Software bis hin zur Trainingsplanung einen sehr breiten Bogen für den Leser zu umspannen. Auf 80 Seiten ist dies eine sehr große Herausforderung.
Man merkt dem Buch an, dass der passionierte Triathlet und Radrennfahrer gerne so viele Menschen wie möglich an den Sport heranführen möchte. Dennoch dürfte für die meisten Leser das Buch vermutlich erst ab Seite 40 interessant werden.
In der ersten Hälfte des Buches wird in einem Parforce-Ritt über die notwendigen Voraussetzungen sowohl von der Hardware als auch der Software regelrecht hinweg gestürmt. Dabei können natürlich so umfangreiche Themen nicht inhaltlich kompetent mit wenigen Sätzen abgehandelt werden.
Was in der initialen Hälfte des Buches jedoch nur oberflächlich gestreift wird, geht im zweiten Teil dann aber deutlich mehr in die Tiefe und erläutert die Hintergründe der Themenkomplexe "Ernährung" und "Trainingsaufbau" wesentlich ausführlicher. So gut ein komplexes Thema jedenfalls auf nur 40 Seiten behandelt werden kann. Man merkt aber dem Autor an, dass als Ziel die Bewältigung eines Triathlon-Rennens schon im Mittelpunkt steht.
Viele der Informationen sind in heutiger Zeit natürlich auch im Internet verfügbar (so auch auf dieser Site), aber wer eine Lektüre sucht, bei der man sich die Themen nicht auf zahlreichen Websites zusammensuchen und strukturieren muss, um einen Einstieg in die Themen zu finden, macht beim Kauf sicher nichts falsch.
Insgesamt ist das Buch im Taschenbuch-Format optisch ansprechend gemacht und stellt für den Verkaufspreis von € 12 (€ 12,40 in Österreich) einen absolut fairen Gegenwert dar. Als Zielgruppe für die Leserschaft sehen wir dabei eher den ambitionierten Hobbysportler als einen absoluten Einsteiger.
Klappentext
Smartes Training auf der Rolle
Rollentraining im Radsport und Triathlon galt lange als verstaubt und eintönig. Doch mit der Erfindung des Smarttrainers ergaben sich ganz neue Möglichkeiten: Das Training wurde leiser, unterhaltsamer, intelligenter. Viele Radsportler und Triathleten setzen auf die Ergänzung des Outdorr-Radelns durch das Rollentraining.
Frank Wechsel ist seit vielen Jahren begeisteter Indoor-Radfahrer. Der Mediziner finishte 1996, lange vor der Erfindung des Smarttrainers, beim Ironman auf Hawaii und ist heute Publisher der Zeitschrift triathlon.
DIESER GUIDE ERKLÄRT, WAS SIE FÜR EIN ERFOLGREICHES ROLLENTRAINING BENÖTIGEN, WELCHE SOFTWARE SIE EINSETZEN UND WORAUF ES BEIM TRAINING ALLES ZU ACHTEN GILT.
Verlag Delius Klasing & Co. KG, ISBN 978-3-667-12102-8, 1. Auflage
